Sonntag, 20. November 2011

Neue Übung: von Stuhl zu Stuhl springen


Heute haben wir mit einer neuen Übung begonnen: von Stuhl zu Stuhl springen. 
(Der Abstand zwischen den Stühlen betrug 50 cm.)

Das Ziel:

1. mit dem Target-Stick einmal auf den Stuhl tippen, Katze springt auf Stuhl, berührt TS mit der Nase, Click

2. mit dem TS auf den anderen Stuhl tippen, Katze springt von dem einen auf den anderen Stuhl, berührt TS mit der Nase, Click

Zuerst sprang Katze Molly auf den Stuhl, berührte den TS mit der Nase und bekam einen Click. Als ich dann mit dem TS auf den anderen Stuhl tippte, nahm sie den Weg über meine beiden Couchtische und spazierte so ganz gemütlich auf den anderen Stuhl, berührte den TS mit der Nase und bekam dann einen Click. Dass sie von Stuhl zu Stuhl SPRINGEN soll, begriff sie dann aber doch noch recht schnell.

Währenddessen wuselte Penny ganz aufgeregt um meine Beine herum und konnte wohl nicht so richtig verstehen, warum sie keinen Click bekommt. Auf die Stühle konnte sie irgendwie nicht drauf, weil da Molly drauf hin und her spazierte.
Ich dirigierte Molly dann mit dem TS auf den Boden und clickte sie immer, wenn sie den TS mit der Nase berührte, während ich parallel mit Penny die Übung auf den Stühlen machte.
Penny begriff sehr schnell, dass man immer auf den Stuhl springen muss auf dem der TS sich gerade befindet und dann, nach Berühren des TS mit der Nase, einen Click bekommt.

Am Ende haben beide die "Von-Stuhl-zu-Stuhl-springen-Übung" mit Bravour gemeistert und hatten offensichtlich viel Spaß daran.

Für mich war diese Übung allerdings ziemlich anstrengend, weil ich immer dafür sorgen musste, dass nur eine Katze die Stuhl-Übung macht während die andere auf dem Boden bleibt. Ich denke, ich werde (wieder) anfangen, ihre Namen mit einzubeziehen. Das dürfte die ganze Sache langfristig einfacher machen, für uns alle drei.

PS:
Ich bin immer wieder fasziniert zu sehen, dass die beiden das Ende der Trainingseinheit (zum letzten Click den Jackpot, drei Leckerlis statt einem, zu bekommen) einfach so akzeptieren. Penny rennt nach dem Genuss ihres Jackpots immer gleich zum Futternapf in die Küche und frisst ein bisschen und Molly verkrümelt sich. Ken Betteln, kein Gejammer, Training beendet und fertig. Ich bin sehr stolz auf meine beiden Miezies!  ;-)


Samstag, 19. November 2011

Ot: Alles gut

Inzwischen ist hier alles wieder gut. Im Bad stehen jetzt 2 Katzenklos (ohne Haube), die auch beide benutzt werden. Das Katzenklo, das ich ins Wohnzimmer an die Balkontür gestellt habe, wird nicht benutzt und ich denke, das werde ich heute wieder wegstellen. 
Die beiden mögen sich augenscheinlich immer noch nicht, aber immerhin lassen sie sich zurzeit meistens in Ruhe. Bis auf ein paar kleinere Streitigkeiten ab und an ist hier Ruhe eingekehrt. Ich hoffe, dass das auch so bleibt.

Freitag, 11. November 2011

Ot: Besserung in Sicht?

Bereits am zweiten Tag hat die Katze jeglichen Versuch, ihr die Pille unterzujubeln vereitelt. Nix zu machen. Allerdings hat sich die Lage inzwischen wieder etwas entspannt. Bisher hat sie nicht mehr gepinkelt (außer in ihrem Klo natürlich). Anfangs habe ich sie gleich morgens nach dem Aufstehen sowie direkt nachdem ich von der Arbeit nach Hause gekommen war, in die Toilette gesetzt und dann hat sie auch reichlich Pipi gemacht. Inzwischen geht sie wieder alleine aufs Klo. Sie macht auch wieder einen wesentlich entspannteren Eindruck als noch vor ein paar Tagen, ist längst nicht mehr so schreckhaft und scheint auch nicht mehr unter Dauerstress zu stehen. Ich hoffe, dass sie bald wieder ganz die alte ist und wir wieder entspannt zusammen leben können.

Dienstag, 8. November 2011

Ot: bittere Pille für die Katz

Gestern war ich nochmal bei der Tierärztin, nachdem die Kleine mich mehrfach vollgepinkelt hatte. Sie suchte ständig meine Nähe, kuschelte sich dann an mich (was sehr ungewöhnlich ist, da sie sich normalerweise von mir nicht mal anfassen lässt), entspannte sich und ... pinkelte. Das ist NICHT witzig! Ich kam aus dem Wäschewaschen und -trocknen (Bettlaken, Matratzenbezüge, Oberbetten, Kuscheldecken) nicht mehr raus. (Inzwischen habe ich Inkontinenzauflagen bestellt und hoffe, dass die im Ernstfall halten was sie versprechen.)

Jedenfalls hat die Ärztin sie nochmal gründlich untersucht und nichts feststellen können. Einerseits gut: die Katze scheint physisch gesund zu sein, andererseits schlecht: die Katze hat offensichtlich ein psychisches Problem. Physische Probleme lassen sich in der Regel behandeln, da man weiß, WO es denn krankt, bei psychischen Problemen ist das weitaus schwieriger, weil niemand weiß, was genau das Problem ist. Shit.

Die Ärztin hat mir ein paar Tipps gegeben, was ich tun kann, damit wir, die Katze und ich, weniger Stress haben:

1. zwei weitere Katzenklos an unterschiedlichen Orten aufstellen (man soll immer ein Katzenklo mehr haben als Katzen).

Ich habe nun ein weiteres Klo ins Bad (in eine andere Ecke als das erste) gestellt und eins neben die Balkontür. Da der Platz in meiner Wohnung sehr begrenzt ist und ich auf keinen Fall ein Katzenklo in der Küche oder gar neben meinem Bett stehen haben möchte, versuche ich es jetzt erstmal so.

und

2. Katzen nachts aus dem Schlafzimmer verbannen

Das ging gar nicht, das habe ich nicht übers Herz gebracht. Aber immerhin habe ich es geschafft, dass sie Katze begriffen hat, dass sie nicht (mehr) in mein Bett darf sondern sich auf die Wäschekiste, die am Fußende meines Bettes steht, legen und schlafen soll. Das hat sie auch artig gemacht. (Ich war sehr erstaunt!)

Dann hat sie mir noch Tabletten (Psychopharmaka) mitgegeben. Die soll ich der Katze mindestens 3 Monate lang einmal am Tag verabreichen. Als erstes dachte ich: "Das schaffe ich nie!", aber ich habe die Tabletten trotzdem mitgenommen und mir vorgenommen, alles auszuprobieren was geht, damit es der Katze (und mir) endlich wieder besser geht.

Heute habe ich dann eingkauft: Beefhack, Leberwurst, Schmelzkäsescheiben, Vitaminpaste, Frischkäse, Katzenpastete, Eier. Irgendwas davon muss doch der Katze so gut schmecken, dass sie die pulverisierte und untergemischte Tablette nicht bemerkt oder sich zumindest nicht daran stört. Als ich nach Hause kam, habe ich mich gleich an den ersten Test gemacht: Tablette zu Pulver zermahlt und in einen halben Teelöffel Katzenpastete eingeknetet. Dann auf eine Untertasse die Tabletten-Pasteten-Mischung gegeben und auf den anderen Pastete pur (für die andere Katze). Beide haben sich auf die (für sie bisher unbekannte) Pastete gestürzt und alles ratzfatz aufgefressen - und ich war der glücklichste Mensch auf Erden!

(Ein Klick aufs Foto zeigt es in Originalgröße)

Bleibt zu hoffen, dass es auch weiterhin so gut läuft und vor allen Dingen, dass es hilft.

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Ot: Aggressionen, Juckreiz, Pipimachen

Heute war ich mit der Hinkefußkatze beim Tierarzt.
Seit einiger Zeit, zwei bis drei Wochen etwa, kratzt sie sich immer öfter am Hals. Flöhe konnte ich keine entdecken und tippte auf Milben.
Das zweite Problem, das ich mit dem Tierarzt besprechen wollte, war die stetig größer werdende Aggressivität der anderen Katze gegenüber der Kleinen. Das geht inzwischen so weit, dass sie die Kleine schon morgens, gleich nach dem Aufstehen, aus dem Hinterhalt anfällt und verprügelt. Manchmal beißt sie sich regelrecht fest. Die Kleine ist mittlerweile so verängstigt, dass sie sich meistens gleich in der hintersten Ecke auf der Küchenarbeitsplatte hinter der Kaffeemaschine verkriecht und zitternd, mit angelegten Ohren und riesigen Pupillen dort stundenlang sitzen bleibt. Als sie dann neulich (vor lauter Panik?) Pipi in ihrer Versteckecke gemacht hat, war bei mir Schluss mit lustig. Dass sie sich auf der Arbeitsplatte verkriecht, fand ich schon ätzend, aber ich habe sie gelassen, weil ich auch keine bessere Idee hatte und sie ganz offensichtlich irgendwo Schutz suchte, aber das ging nun doch um Einiges zu weit. 
Heute also zum Tierarzt.
Er hat sie gründlich untersucht und keinerlei Kratzspuren feststellen können und war etwas ratlos. Dann erzählte ich ihm von dem anderen Problem, der anderen Katze, und da schien ihm klar zu sein, wo das Problem liegt. Er meinte, dass die Kratzerei womöglich eine Reaktion auf das aggressive Verhalten der anderen Katze sei. Ebenso das Pipimachen an anderen Orten als dem Katzenklo. Er empfahl mir, einen Feliway-Stecker zu benutzen und abzuwarten, was passiert. Ich bin gespannt.

Samstag, 15. Oktober 2011

Kommando ohne Click

Meine Tochter war für ein paar Tage zu Besuch und aus Spaß sagte sie zu einer der beiden: "Was machst Du denn, wenn ich so mache?", dabei hob sie ihren Zeigefinger. Prompt setzte sich die Katze auf die Hinterpfoten und machte Männchen. Wir waren baff! Meine Tochter holte dann den Clicker aus der Schublade und machte mit den beiden ein paar Sitz- und Männchen-Übungen. Gestern versuchte sie es dann mit dem Target-Stick und die beiden haben wirklich sehr gut mitgemacht. Ich denke, ich kann bald mit einer neuen Übung beginnen. Als nächstes sollen sie lernen, alleine in den Transportkorb zu gehen und drin zu bleiben.

Und wenn ich irgendwann mal verstanden habe, wie ich mit meiner Kamera Videos machen kann, zeige ich Euch gern unsere Erfolge.  ;-)

Sonntag, 11. September 2011

Neustart

Nachdem ich sehr lange gesundheitliche Probleme hatte, habe ich vor gut einer Woche wieder mit dem Clickern angefangen. Ich war total baff, dass meine beiden Süßen sofort auf den Clicker reagiert haben. Ich habe den Clicker aus dem Schrank geholt, ans linke Handgelenk gebunden und Leckerchen in die rechte Hand genommen. Was machen die Katzen? Setzen sich hin, wie wir es vor über einem Jahr (!) geübt haben, und warten auf den Click bzw. das Leckerchen. Ich war wirklich überwältigt! Ohne zu reden haben wir dieses “sitz” dann ein paarmal geübt. Irgendwann habe ich wohl unbeabsichtigt den linken Zeigefinger gehoben und schon macht eine der beiden “Männchen”. Das habe ich natürlich sofort ausgenutzt. ;-)

Inzwischen trainieren wir wieder (fast) täglich, also an manchen Tagen, wenn es mir nicht so gut geht oder ich keine Zeit habe, machen wir die Übungen nur ein- oder zweimal und dann gibts den Jackpot. Bis jetzt üben wir nur diese beiden Sachen: linker Zeigefinger nach oben bedeutet “Männchen machen”, linker Zeigefinger nach unten (auf den Boden zeigend) bedeutet “sitzen”. Ich würde gerne noch ein paar Sachen mehr machen (meine beiden nächsten Ziele sind: selbstständig in die Transportbox gehen und sich freiwillig die Kralle schneiden lassen), aber irgendwie fehlt mir zurzeit die Energie. Außerdem würde mich interessieren, wie lange ich die ersten Übungen machen bzw. festigen soll (also in unserem Fall “Männchen machen” und “sitzen”), bis ich mit einer neuen Übung (z. B. “in den Transportkorb gehen”) beginnen kann. Ich werde mich mal schlau machen.

Jedenfalls bin ich total happy, dass der Neuanfang so super geklappt hat, und den Katzen scheint es auch zu gefallen, sonst würden sie mich vermutlich einfach ignorieren oder so.

Samstag, 19. Juni 2010

Nichts Neues

... an der Clickerfront.

Wir üben nach wie vor "Sitz" und "Männchen machen" im Wechsel, also in unterschiedlichen Trainingseinheiten,  und man merkt, wie sich die Übungen festigen. Es war ganz gut, dass ich die "Name-Übung" erstmal wieder raus genommen habe. Damit fange ich dann in der nächsten Woche langsam neu an.

Sonntag, 13. Juni 2010

Übung: "Sitz"

Da ich gesundheitlich noch immer nicht gut zurecht bin, haben wir am Wochenende nur ein- bis zweimal am Tag jeweils eine kurze Übung eingelegt. Inzwischen reagieren beide auf Hörlaut. Sie werden immer sicherer und wirken nicht mehr so unkoordiniert nach dem Motto: "Ich mach jetzt irgendwas und hoffe, dass sie dann clickt."

Die "mein Name/nicht mein Name"-Übung habe ich erstmal wieder raus genommen, weil ich das Gefühl habe, dass es zuviel auf einmal ist. Ich merke, dass ich mich selbst ein bisschen bremsen muss.

Molly ist bei den Übungen sehr ruhig und souverän. Sie setzt sich hin und wenn nix kommt, steht sie kurz auf und setzt sich gleich wieder hin. So lange, bis sie einen Click bekommt.

Penny ist oft sehr unruhig (nervös oder aufgeregt?). Sie setzt sich zwar hin, aber wenn nicht sofort ein Click kommt, steht sie wieder auf, setzt sich wieder, macht Männchen, setzt sich, steht auf usw. ... bis sie endlich ihren heiß ersehnten Click bekommt.

Ich habe noch immer keinen richtigen Trainingsplan. Ich weiß einfach nicht, was ich da konkret reinschreiben soll, was zu welcher Zeit für wie lange geübt werden soll usw.

Donnerstag, 10. Juni 2010

Übungen: "Männchen machen" und "Sitz"


Heute haben wir mit dem Target-Stick "Männchen machen" geübt.

Zuerst habe ich jeden Nasenstubser an den TG geclickt. Dann den Stick etwa einen halben Meter von Boden hoch gehalten. Penny hat das sofort umgesetzt, sich hingesetzt und "Männchen" gemacht. Molly war etwas verunsichert. Sie machte immer brav "sitz" und guckte dumm aus der Wäsche, wenn´s dafür keinen Click gab. Irgendwann hatte sie dann auch begriffen was ich von ihr will  und machte auch "Männchen", allerdings hat sie dabei immer mit der Pfote den TG angefasst und ich bin nicht sicher, ob ich das momentan auch clicken soll oder ob ich damit nicht lieber noch etwas warten soll bis das "Männchen machen" gut sitzt. Am Samstag ist der 2. Teil des VHS-Kurses, da werde ich dann mal fragen.

Ich bin jeden Tag auf´s Neue begeistert, wie enorm schnell die beiden kapieren, was ich von ihnen will.

Abends haben wir dann wieder "Sitz" auf Hörlaut geübt und das klappt inzwischen fast jedes Mal. Bei Molly öfter als bei Penny, aber ich bin zuversichtlich, dass auch Penny das hinbekommen wird.